
Stilisierung eines Gemäldes von Frank Chlouba,
mit freundlicher Genehmigung des Malers. © 2026 ausderLiebe
Die Denkweise, aus der das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins hervorgegangen ist
Permeasophie bezeichnet die Denkweise, das Erfahrbare auf seine tragenden Zusammenhänge hin zu abstrahieren, ohne die dabei gewonnene Ordnung für vollständig zu halten.
Aus dieser Denkweise ist das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins hervorgegangen. In ihr wird es weiterentwickelt, geprüft und auf unterschiedliche Bereiche der Welterkennung angewendet.
Der Name Permeasophie wurde erst nach der ersten Ausarbeitung des Begriffssystems eingeführt. Nachträglich ist die Benennung, nicht die Denkweise. Der Begriff macht eine philosophische Arbeitsweise ausdrücklich sichtbar, die bereits bei der Entstehung des Grundwerks und seiner Begriffe wirksam war.
Abstraktion ohne Vollständigkeitsanspruch
Erfahrung bleibt zunächst an einzelne Entitäten, Situationen und Beobachterstellen gebunden. Abstraktion ermöglicht es, darin wiederkehrende Strukturen, Beziehungen und tragende Zusammenhänge zu erkennen.
Permeasophie bleibt deshalb nicht bei der Beschreibung einzelner Erfahrungen stehen. Sie versucht, aus dem Erfahrbaren Begriffe und Ordnungen von größerer Reichweite zu bilden.
Diese Reichweite hebt die Begrenzung der Erkenntnis jedoch nicht auf.
Keine Entität kann die Welt aller bewohnen. Auch eine weitreichende und tragfähige Abstraktion entsteht aus einer begrenzten Zugänglichkeit zur Welt. Sie kann Zusammenhänge erkennen, ohne alle möglichen Erfahrungen, Beobachterstellen und Erscheinungsformen in sich zu enthalten.
Die Unvollständigkeit einer Ordnung macht sie nicht beliebig. Begriffe und systematische Beziehungen müssen am Erfahrbaren unterscheidbar bleiben, Zusammenhänge klären und durch weitere Erkenntnis korrigierbar sein.
Permeasophie hält deshalb zwei Anforderungen zusammen:
Sie abstrahiert weit genug, um tragende Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Sie leitet aus der dabei gewonnenen Ordnung keinen Anspruch auf vollständige Welterkenntnis ab.
Verhältnis zum Begriffssystem
Permeasophie ist kein einzelner Begriff innerhalb des Begriffssystems zur Durchlässigkeit des Seins. Sie steht nicht neben Begriffen wie Sein, Durchlässigkeit, Bewusstsein, Potentialraum oder Reversivität.
Sie bezeichnet die Denkweise, aus der diese Begriffe und ihre systematischen Beziehungen hervorgegangen sind.
Das Begriffssystem ist die begriffliche Ausarbeitung der Permeasophie. In ihm erhält die Denkweise eine unterscheidbare und überprüfbare Gestalt. Begriffe werden definiert, voneinander abgegrenzt und innerhalb einer gemeinsamen Ordnung aufeinander bezogen.
Mit der späteren Benennung der Permeasophie kann diese Denkweise nun auch ihr eigenes Verfahren ausdrücklich untersuchen:
- wie sie vom Erfahrbaren zur Abstraktion gelangt;
- welche Unterscheidungen sie bildet;
- welche Zusammenhänge sie erkennt;
- welche Reichweite ihre Begriffe besitzen;
- und an welchen Grenzen ihre eigene Ordnung korrigierbar bleiben muss.
Permeasophie ist damit genetisch früher als das Begriffssystem, auch wenn ihr Name später entstanden ist. Zugleich besitzt sie eine reflexive Funktion, weil sie die eigene Begriffsbildung und deren Voraussetzungen mitbeobachtet.
Die ontologische Bestimmung der Durchlässigkeit
Durchlässigkeit bezeichnet im Begriffssystem die strukturelle Nicht-Absolutheit jeder stabilisierten Differenz.
Sie ist eine Eigenschaft begrenzter Ordnung, in der deren Rückbezogenheit auf das ungeteilte Sein wirksam bleibt.
Durchlässigkeit löst Grenzen nicht auf. Ohne Grenze gäbe es keine Form, keine Differenz und keine erkennbare Ordnung. Sie bedeutet jedoch, dass eine begrenzte Ordnung nicht zum Ursprung oder zum vollständigen Ganzen werden kann.
In dieser Bestimmung erhält die Denkweise der Permeasophie ihre ausdrückliche ontologische Fassung:
Begriffe, Unterscheidungen und systematische Zusammenhänge sind notwendige Ordnungen der Welterkennung. Sie können weitreichend, tragfähig und erklärungskräftig sein. Sie bleiben dennoch begrenzt.
Permeasophie spricht deshalb nicht nur über Durchlässigkeit. Sie vollzieht Durchlässigkeit auch in der eigenen Begriffsbildung, indem sie die von ihr erzeugten Ordnungen nicht verabsolutiert.
Begriffliche Gestalt im System
Das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins verbindet unter anderem die Begriffe Sein, Liebe, Leben, Avatar, Bewusstsein, Welterkennung, Durchlässigkeit, Potentialraum, Aktualisierung, Reversivität und Restspannung.
Diese Begriffe bilden kein loses Vokabular. Sie beschreiben unterschiedliche Bedingungen, Ebenen und Bewegungen des Erscheinens, Wahrnehmens und Handelns.
Das Sein ist voraussetzungslos und ungeteilt.
Liebe ist die Kommunikation der Ganzheit und die Voraussetzung aller Optionen.
Leben ist Sein im Bewusstsein seiner begrenzten Wahrnehmung.
Der Avatar ist die funktionale Erscheinungseinheit in Raum, Zeit, Körper, Denken, Gefühl und Kommunikation.
Bewusstsein ist die gebundene Selbstbeobachtung des Seins innerhalb begrenzter Wahrnehmung.
Welterkennung bezeichnet den Prozess, in dem das avatarische System durch Wahrnehmung, Differenzbildung, Kommunikation und Selbstwirksamkeit eine Weltstruktur erzeugt.
Durchlässigkeit bezeichnet die Nicht-Absolutheit der dabei entstehenden Grenzen und Ordnungen.
Permeasophie hat diese Begriffe nicht aus einer bereits vollständig vorliegenden Theorie abgeleitet. Sie sind aus der fortlaufenden Abstraktion des Erfahrbaren und aus der Prüfung ihrer Zusammenhänge hervorgegangen.
Das Begriffssystem ist damit nicht die Voraussetzung der Permeasophie. Es ist ihre begrifflich ausgearbeitete Gestalt.
Das Grundwerk und „Dieser Text wächst“
Liebe? Keine Option. Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins ist die erste veröffentlichte Grundgestalt dieser Denkweise.
Das Werk formuliert zentrale Begriffe und Beziehungen, ohne die zugrunde liegende Denkweise bereits Permeasophie zu nennen.
„Dieser Text wächst“ setzt diese Arbeit offen fort.
Er ist kein weiteres abgeschlossenes Begriffsbuch und keine bloße Ergänzung des Grundwerks. Er ist die fortlaufende Arbeits- und Erscheinungsform der Permeasophie.
Dort werden:
- neue Begriffe entwickelt;
- bestehende Definitionen präzisiert;
- systemische Beziehungen geprüft;
- Widersprüche sichtbar gemacht;
- frühere Bestimmungen korrigiert;
- Anwendungen erprobt;
- und die Grenzen der bereits gewonnenen Ordnung mitgeführt.
„Dieser Text wächst“ dokumentiert daher nicht nur Ergebnisse. Er macht den philosophischen Vollzug der Permeasophie sichtbar.
Die Beziehung lässt sich so zusammenfassen:
Permeasophie ist die Denkweise.
Das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins ist ihre begriffliche Ausarbeitung.
„Liebe? Keine Option“ ist ihre erste veröffentlichte Grundgestalt.
„Dieser Text wächst“ ist ihre offene Weiterentwicklung, Selbstprüfung und gegenwärtige Erscheinungsform.
Zeit, Aktualisierung und Rückbindung
Aktualisierung bezeichnet den Vollzug, durch den Möglichkeiten realisiert, andere ausgeschlossen und die Bedingungen weiterer Möglichkeiten verändert werden.
Eine vollzogene Aktualisierung kann nicht einfach zurückgenommen werden. Sie verändert die Gegenwart und den in ihr erreichbaren Potentialraum.
Reversivität bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, eine vollzogene Bewegung auf ihre eigenen Bedingungen zurückzubeziehen, ohne sie dadurch aufzuheben.
Sie bedeutet keine Rückkehr zu einem früheren Zustand. Sie ermöglicht Rückbindung innerhalb einer veränderten Gegenwart.
Aus der fortwirkenden Differenz zwischen Aktualisiertem und Ausgeschlossenem kann Restspannung entstehen. Restspannung hält frühere Möglichkeiten nicht als unveränderte Alternativen bereit. Sie kann jedoch anzeigen, dass Ausschlüsse und nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten in einer Entwicklung weiterhin wirksam sind.
Permeasophie untersucht deshalb nicht nur fertige Zustände. Sie fragt auch:
Unter welchen Bedingungen ist eine Ordnung entstanden?
Welche Möglichkeiten wurden durch ihre Aktualisierung ausgeschlossen?
Welche Folgen wirken weiter?
Welche Rückbindungen und neuen Anschlüsse bleiben unter den veränderten Bedingungen erreichbar?
Welterkennung und Verantwortung
Welterkennung ist im Begriffssystem kein passives Abbilden einer bereits vollständig geordneten Welt.
Jede Entität erkennt Welt innerhalb ihrer Wahrnehmungsgrenzen, ihrer Erfahrungen, ihrer Sprache und ihrer Handlungsmöglichkeiten. Sie erzeugt dabei Ordnungen, die Orientierung und Handlung ermöglichen.
Permeasophie untersucht diese Ordnungsbildung und ihre Grenzen.
Verantwortung betrifft deshalb nicht nur bereits vollzogene Entscheidungen. Sie beginnt bei den Bedingungen, unter denen Begriffe, Handlungen und Ordnungen gebildet werden.
Permeasophisches Denken fragt, ob eine Ordnung
- ihre Entstehungsbedingungen erkennen lässt;
- ihre Ausschlüsse beobachtbar hält;
- weitere Erkenntnis zulässt;
- Korrekturen ermöglicht;
- und neue Anschlüsse nicht unnötig verschließt.
Verantwortung verlangt keine vollständige Offenheit und keine vollständige Umkehrbarkeit. Sie verlangt, Begrenzungen nicht weiter zu verfestigen, als es ihre tatsächlichen Bedingungen erfordern.
Anwendungsbereiche
Permeasophie ist keine von ihren Gegenständen unabhängige Universaltechnik.
Sie kann dort wirksam werden, wo Erfahrungen, Wahrnehmungen und Entwicklungen in Begriffe, Kategorien und systematische Ordnungen überführt werden. Das betrifft beispielsweise:
- philosophische Begriffsbildung;
- Sprache und kulturelle Bedeutungsbildung;
- Kunst und poetische Erkenntnis;
- gesellschaftliche und institutionelle Analyse;
- technische und mediale Veränderungen;
- Zeit, Verantwortung und Handlung;
- sowie die Prüfung bestehender Weltordnungen.
Ihr Anwendungsbereich beginnt nicht erst dort, wo formale Verfahren versagen.
Auch wissenschaftliche, institutionelle und alltägliche Ordnungen beruhen auf Unterscheidungen, Abstraktionen und Voraussetzungen, deren Reichweite untersucht werden kann.
Permeasophie richtet sich deshalb nicht gegen Verfahren, Daten oder methodisch gesicherte Erkenntnis. Sie fragt:
Welche Ausschnitte der Wirklichkeit werden durch eine Ordnung erfasst?
Welche Erfahrungen bleiben außerhalb ihrer Reichweite?
Welche Voraussetzungen liegen ihren Begriffen und Verfahren zugrunde?
Und wo entwickelt eine begrenzte Erkenntnisform einen Anspruch auf vollständige Geltung?
Abgrenzung
Permeasophie ist
- keine spirituelle Sammelbezeichnung;
- keine Glaubenslehre;
- keine Motivations- oder Selbsthilfelehre;
- keine bloße Metapher für Offenheit;
- keine Ablehnung von Wissenschaft oder methodischer Absicherung;
- keine Behauptung, alle Sichtweisen seien gleichermaßen gültig;
- und keine abgeschlossene Gesamterklärung der Welt.
Die Anerkennung begrenzter Erkenntnis führt nicht zur Beliebigkeit.
Permeasophie unterscheidet zwischen tragfähiger Abstraktion, unbelegter Behauptung, Irrtum und Verabsolutierung. Sie beansprucht jedoch keinen Standpunkt außerhalb aller Erfahrung und Begrenzung, von dem aus die Welt vollständig erkannt werden könnte.
Warum der Begriff?
Das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins hat nicht nur einzelne Begriffe hervorgebracht. In seiner Entstehung, Weiterentwicklung und Anwendung zeigt sich eine eigene philosophische Denkweise.
Diese Denkweise benötigte einen Namen.
Der Begriff Permeasophie wurde erst nach der ersten Ausarbeitung des Systems eingeführt. Er bezeichnet jedoch keine nachträglich erfundene Methode, die dem Werk von außen hinzugefügt wurde.
Nachträglich ist die Benennung.
Die Denkweise selbst war bereits wirksam, als die ersten Begriffe entwickelt, voneinander unterschieden und zu einem System verbunden wurden.
Der Begriff Permeasophie ermöglicht heute die Unterscheidung zwischen:
- der Denkweise;
- dem Begriffssystem;
- den einzelnen Systembegriffen;
- dem Grundwerk;
- der offenen Weiterentwicklung in „Dieser Text wächst“;
- und den Anwendungen in philosophischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Weisheit der Durchlässigkeit
Der Name Permeasophie lässt sich poetisch als Weisheit der Durchlässigkeit lesen.
Weisheit bezeichnet hier nicht die Gesamtheit des Wissens und nicht deren Beherrschung. Eine vollständige Welterkenntnis ist innerhalb entitätischer Begrenzung nicht möglich.
Weisheit bezeichnet die Fähigkeit, die zugängliche Welt auf einem hohen Niveau zu abstrahieren, tragende Zusammenhänge zu erkennen und dabei die Bedingungen und Grenzen der eigenen Erkenntnis nicht aus dem Blick zu verlieren.
Die Weisheit der Durchlässigkeit besteht deshalb weder in geringer Reichweite noch in vorsichtiger Unbestimmtheit.
Sie besteht darin, weitreichend zu denken, ohne das Ergebnis dieses Denkens für vollständig zu halten.
Kurzformel
Permeasophie abstrahiert das Erfahrbare auf seine tragenden Zusammenhänge hin, ohne aus der gewonnenen Ordnung einen Anspruch auf vollständige Welterkenntnis abzuleiten.
Verhältnis der Ebenen
| Ebene | Funktion |
|---|---|
| Permeasophie | die Denkweise |
| Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins | ihre begriffliche Ausarbeitung |
| Liebe? Keine Option | ihre erste veröffentlichte Grundgestalt |
| „Dieser Text wächst“ | ihre offene Weiterentwicklung, Prüfung und Erscheinungsform |
| Anwendungen | Übertragung der Denkweise und ihrer Begriffe auf konkrete Zusammenhänge |
Wo möchten Sie einsteigen?
- Begriffssystem der Durchlässigkeit des Seins
- Liebe als Kommunikation der Ganzheit
- Liebe? Keine Option
- Dieser Text wächst
- Durchlässigkeit
- Sein
- Liebe
- Bewusstsein
- Welterkennung
- Potentialraum
- Aktualisierung
- Reversivität
- Restspannung
FAQ | Häufige Fragen:
Permeasophie bezeichnet die Denkweise, das Erfahrbare auf seine tragenden Zusammenhänge hin zu abstrahieren, ohne die dabei gewonnene Ordnung für vollständig zu halten.
Aus dieser Denkweise ist das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins hervorgegangen.
Permeasophie ist kein ontologischer Grundbegriff derselben Ebene wie Sein, Durchlässigkeit oder Reversivität.
Sie bezeichnet die Denkweise, aus der diese Begriffe und ihre systematischen Beziehungen hervorgegangen sind.
Nach ihrer Benennung kann sie zugleich die eigene Begriffsbildung und deren Grenzen ausdrücklich untersuchen.
Der Name wurde später eingeführt. Die damit bezeichnete Denkweise war jedoch bereits bei der Entstehung des Grundwerks und des Begriffssystems wirksam.
Nachträglich ist die Benennung, nicht die Denkweise.
Permeasophie bezeichnet gegenwärtig keine institutionalisierte Schule und keine vom Werk unabhängige Lehrtradition.
Sie ist die philosophische Denkweise, aus der das Begriffssystem zur Durchlässigkeit des Seins hervorgegangen ist und in der es weiterentwickelt, geprüft und angewendet wird.
„Dieser Text wächst“ ist die offene Arbeits- und Erscheinungsform der Permeasophie.
Dort werden Begriffe entwickelt, geprüft, korrigiert, miteinander verbunden und auf neue Erfahrungen und Zusammenhänge bezogen.
Permeasophie untersucht, wie aus dem Erfahrbaren Begriffe und systematische Ordnungen entstehen, welche tragenden Zusammenhänge sie sichtbar machen und welche Grenzen ihre Erkenntnis besitzt.
Sie kann auf Sein, Wahrnehmung, Sprache, Zeit, Handlung, Verantwortung sowie auf gesellschaftliche, kulturelle und technische Ordnungen bezogen werden.
Nein. Die Begrenztheit jeder Beobachterstelle hebt Unterschiede zwischen tragfähiger Erkenntnis, Irrtum, unbelegter Behauptung und Verabsolutierung nicht auf.
Permeasophie verlangt weitreichende Abstraktion und führt zugleich die Reichweite, Voraussetzungen und Korrigierbarkeit der daraus entstehenden Ordnung mit.
Der Name Permeasophie lässt sich poetisch als „Weisheit der Durchlässigkeit“ lesen.
Weisheit bezeichnet hier kein vollständiges Wissen. Sie bezeichnet die Fähigkeit, weitreichend zu abstrahieren, ohne die Grenzen der eigenen Erkenntnis zu verlieren oder die daraus gebildete Ordnung mit der vollständigen Wirklichkeit gleichzusetzen.
Der Begriff macht sichtbar, dass das Begriffssystem nicht nur einzelne Inhalte und Definitionen ordnet, sondern aus einer eigenen philosophischen Denkweise hervorgegangen ist.
Er unterscheidet diese Denkweise vom Grundwerk, vom Begriffssystem, von dessen Einzelbegriffen und von ihren Anwendungen.
Andersen Storm
Published: August 2026
Part of: This Text Grows — Observations on the Present
